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Open Access und die Max-Planck-Gesellschaft

Wie in der Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen zum Ausdruck gebracht, beabsichtig die MPG:

  • die Veröffentlichung von Beiträgen in Zeitschriften zu fördern, die nach den Prinzipien des offenen Zugangs verschrieben haben
  • dafür einzutreten, dass Open Access Veröffentlichungen bei der Begutachtung von Forschungsleistungen und der wissenschaftlichen Karriere anerkannt werden.
  • Ihre Forscher und Stipendiaten zu ermuntern die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf einem institutionellen oder disziplinspezifischen Publikationsserver abzulegen.
  • die Verträge (copyright agreements), die die Autoren mit den Verlagen abschließen, Open Access freundlich zu gestalten. Darüber hinaus bemüht sich die MPG den legalen Rahmen für das Publizieren nach dem Prinzip des offenen Zugangs abzusichern.

Die MPG wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten das benötigte Kapital und Investment zur Umsetzung des Open Access Prinzips innerhalb der Organisation zur Verfügung stellen. Ebenso wird sie die Entwicklung eines Aktionsplans zur Realisierung der Leitsätze der Berliner Erklärung auf nationaler und europäischer Ebene maßgeblich vorantreiben.

Um die Prinzipien des offenen Zugangs zu wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verwirklichen verfolgt die MPG zwei Wege:

Weg 1: Publizieren in Open Access Zeitschriften
Weg 2: Institutionelle Selbstarchivierung von Publikationen auf dem eDoc-Server

Weg 1: Open Access Zeitschriften

Die MPG wird ihre Forscher anhalten, in Open Access Zeitschriften zu veröffentlichen. Sie bevorzugt die Unterstützung des Modells, für die Veröffentlichung eine Bearbeitungsgebühr zu bezahlen, wenn dann die Forschungsergebnisse weltweit zugänglich sind. Durch dieses Vorgehen erhöht sich auch die Sichtbarkeit und der "Impact" der Publikationen, was im Gegensatz zu hochpreisigen Zeitschriften steht, die aufgrund einer beschränkten Abonnenten Zahl nur begrenzten Zugang ermöglichen.
Mehr Informationen über Open Access und "Impact" finden Sie unter: Open Access und Impact.

Immer mehr Zeitschriften verfolgen das Prinzip des offenen Zugangs. Am bekanntesten sind wohl "Public Library of Science" und "BioMedCentral" Wissenschaftler die gerne Ihre Arbeit nach den Prinzipien des offenen Zugangs publizieren möchten können im "Directory of Open Access Journals" überprüfen, ob es für ihre Disziplin eine geeignete Open Access Zeitschrift gibt.
Als ersten wichtigen Schritt hat die MPG eine institutionelle Mitgliedschaft bei BioMedCentral erworben, was es den Wissenschaftlern der MPG ermöglicht kostenlos in den über 80 Onlinezeitschriften zu publizieren, da die Bearbeitungskosten, die normalerweise jeder Wissenschaftler einzeln bezahlen müsste von der MPG getragen werden. Alle Forscher der MPG, die in den Biowissenschaften und im medizinischen Bereich tätig sind, werden ermutigt die Vorteile dieser Möglichkeit zu nutzen: Mehr Informationen zur institutionellen Mitgliedschaft [PDF].

Institutionelle Selbstarchivierung der wissenschaftlichen Erkenntnisse mithilfe des eDoc-Servers

Die MPG unterstützt besonders die institutionelle bzw. disziplinspezifische Selbstarchivierung der wissenschaftlichen Publikationen. Wünschenswerterweise ist damit das Ablegen der vom Verlag begutachteten Version des Manuskripts auf einem öffentlich zugänglichen Server, wie zum Beispiel dem eDoc-Server (institutioneller Server) oder arXiv.org (speziell für die Physik, teilweise auch für Computerwissenschaften und Mathematik) gemeint. Derzeit erlaubt circa die Hälfte der wissenschaftlichen Verlage die Ablage des Preprints (Artikel oder Version eines Dokuments, das noch nicht begutachtet wurde und noch nicht in einer renommierten Zeitschrift veröffentlicht wurde) oder des Postprints (Artikel oder Version eines Dokuments, das bereits wissenschaftlich begutachtet und in einer renommierten Zeitschrift veröffentlicht wurde) eines Artikels oder sogar beide Versionen. (Diese Angabe basiert auf der RoMEO Studie). Aktuelle Informationen über die Politik der Verlage gibt es auf der Webseite von SHERPA Publisher copyright policies & self-archiving. Max-Planck-Institute und deren Forscher sollen dazu ermuntert werden, ihre Pre- und Postprint Publikationen über den eDoc-Server verfügbar zu machen und werden gebeten den externen Publikationsstatus (eingereicht, akzeptiert, publiziert, nicht publiziert) ihres Dokuments kenntlich zu machen.

Die Selbstarchivierung der wissenschaftlichen Veröffentlichungen ist vermutlich der schnellere der beiden skizzierten Wege, dennoch muss dies durch ein Qualitätskontrollesystem ergänzt werden, welches momentan von renommierten Zeitschriften übernommen wird, die eine wissenschaftliche Begutachtung und die redaktionelle Qualitätskontrolle für die eingereichten Arbeiten durchführen. Durch die Selbstarchivierung werden wissenschaftliche Ergebnisse weltweit verfügbar und nutzbar gemacht, was den Impact einer Arbeit erhöht. Obwohl auch auf dem eDoc-Server eine Qualitätskontrolle auf Institutsebene vorgesehen ist, sollte die Selbstarchivierung nicht fälschlicherweise als Mittel zum Selbstverlag verstanden werden, da es bei der Selbstarchivierung eher darum geht wissenschaftliche Publikationen online verfügbar zu machen, wobei die Qualitätskontrolle zuvor von einem anderen Organ geleistet wurde (oder wird). Nichtsdestotrotz durchlaufen alle wissenschaftlichen Erzeugnisse auf eDoc eine Qualitätskontrolle im Institut, die in den Richtlinien für die Collection beschrieben ist.

Weitere Informationen zu Open Access und MPG können Sie im Vortrag "The Open Access Agenda of the Max Planck Society" von Herrn Dr. Botz, von der "International Conference on Strategies and Policies on Open Access to Scientific Information" in Peking 22-24 Juni 2005 finden. ( http://libraries.csdl.ac.cn/Meeting/MeetingID.asp?MeetingID=7&MeetingMenuID=51).

Auskunft darüber geben, ob das Selbstarchivieren eines Dokuments (egal in welcher Form) erlaubt ist oder nicht, kann nur der Vertrag, den der Autor mit dem Verlag abgeschlossen hat. Für detailliertere Informationen lesen Sie bitte den Abschnitt über Urheberrechtsfragen.

Wenn Sie Bedenken bezüglich bestimmter Aspekte der Selbstarchivierung haben, könnten die Self-Archiving FAQ for the Budapest Open Access Initiative (BOAI) für Sie von Interesse sein.

Mehr Informationen zu Open Access
Mehr Informationen zu Open Access und "Impact"

Letzte Aktualisierung: 13. Dezember 2005